Nach vier Monaten Vorbereitung auf Hochtouren und zwei Tagen geballtem Input zu Open Data, Civic Tech und Data Literacy haben wir ausgeschlafen und lassen Revue passieren: den Datensummit ‘17 – unser erstes zweitägiges Festival, das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert wurde.

Rund 280 Teilnehmerinnen durften wir am ersten Tag im Erich-Klausener-Saal des BMVIs begrüßen und müssen zugeben, dass wir mit unseren pinken Programmflyern, bunten Armbändern und zehn Kästen Club Mate eine nicht alltägliche Veranstaltung für ein Ministerium organisiert haben. Aber schließlich ging es genau darum:

»Der Datensummit 2017 hat gezeigt, wie Verwaltung und Zivilgesellschaft an einem Strang ziehen können, wenn es darum geht zu demonstrieren, warum offene Daten und offenes Wissen für die Gesamtgesellschaft nützlich sind, und dass intransparentes Regierungs- und Verwaltungshandeln keine Option mehr darstellen.«

Christian Heise, Vorstandsvorsitzender der Open Knowledge Foundation Deutschland

Neben Vorträgen von unseren Teammitgliedern kamen weitere nationale und internationale Rednerinnen: Zara Rahman zeigte am Beispiel der Brexit-Kampagne, dass auch gut gemeinte Projekte zu negativen Konsequenzen führen können und stellte einige Projekte vor, die einen ethischen Umgang mit Daten im Mittelpunkt haben.

Vanessa Wormer erzählte von ihrer Arbeit an den Panama Papers und erklärte, wie ein Transparenzregister in Deutschland ihrer Arbeit als Journalistin helfen könnte, um effektiv Steuerhinterziehung und Geldwäsche zu durchleuchten.

Der Vortrag, der aus unserem Team zumindest bei Twitter am meisten Anklang fand, handelte vom wirtschaftlichen Potenzial der Daten. Wie Walter innerhalb seiner zehn Minuten Redezeit 40 Präsentationsfolien unterbringen konnte, hat der Datenjournalist Michael Kreil visualisiert:

Am zweiten Tag gab es neben vielen Workshops von unserem Team zu Informationsfreiheit, Ratsinformationssystemen oder der Entstehung von Daten u.a. einen Vortrag von Eike Richter zu der digitalen Strategie der Hansestadt Hamburg. Außerdem durften wir zum Thema Governance und Data TTCAT aus Taiwan begrüßen. Lea und ihr Team machten einen Workshop zu Wikidata.

Im Wahlsalon kamen Datenbegeisterte aus Community, Politik und Journalismus zusammen und überlegten sich Projektideen rund um die Bundestagswahl 2017. Die Ergebnisse des Wahlsalons wurden übrigens in Etherpads gesammelt und von der großartigen Lisa Charlotte Rost im Wahldaten-Repo zusammengefasst: https://github.com/okfde/wahldaten

Alle Vorträge des ersten Tages findet ihr in unserem Youtube-Kanal und die Fotos beider Tage hat der beste Fotograf unseres Teams Leonard Wolf zusammengestellt.

Schließlich möchten wir noch einmal den Mitarbeiterinnen des Verkehrsministeriums, Event-Consult, all den Helfern und Teilnehmerinnen der beiden großartigen Tage danken. Wir sehen uns beim nächsten Datensummit!